Samstag, 10. Juli 2010

Serienmörder

Ja, ich gebe es zu - aus gegebenem Anlass schaue ich im Augenblick öfter mal bei amazon und den anderen Buchhandelsplattform im Internet vorbei. Ist halt wirklich nett, das eigene Buch seit vierzehn Tagen auf den vordersten Rängen zu sehen und immer erwarte ich, es überholt zu sehen. Dabei schaue ich mir auch andere Bücher an und stelle erstaunt fest, dass es in diesem Sommer von perversen Serienmördern und mordenden Psychopathen zwischen Buchdeckeln nur so wimmelt. Brrrr! Eklig! Ich frage mich, warum das Interesse an solchen Geschichten so groß ist. Aber spätestens seit dem Schweigen der Lämmer haben die gestörten Killer einen gewaltigen Zulauf. Mich deprimiert das und nicht nur das, es ekelt mich. Ich mag mich aber nicht ekeln. Nicht im wahren Leben und schon gar nicht beim Lesen. Letzte Woche habe ich Martin Suters Der Koch gelesen, das war nett. Und Martin Walkers Bruno, chef de police. Feinste Unterhaltung ohne Schockeffekte, ohne Blutseen oder ausgestochene Augen oder abgehackte Gliedmaßen in Müllsäcken. Das soll nicht witzig sein, ich mache mir ernsthaft Gedanken, was an diesen Geschichten um krankhafte Wiederholungstäter so fasziniert. Ich habe keine Erklärung dafür. Die Leser kann ich noch so einigermaßen verstehen, aber die Autoren??? Niemals wollte ich mich über Wochen und Monate hinweg mit so etwas beschäftigen müssen.

Jetzt nutze ich die mörderischen Temperaturen, die einen mit gutem Gewissen in die Untätigkeit verbannen dazu, ein Buch zu lesen, ein Kofferraumleseexemplar einer Verlagskollegin, das es eigentlich noch gar nicht auf dem Markt gibt. Ätsch!!! Man hat als Autorin halt ein paar kleine Vorteile ... Ob das Buch allerdings hält was ich mir erhoffe, werde ich sehen. Aber jetzt tauche ich ab, nach ... Nordeuropa! Allen ein schönes Wochenende, mit und trotz dieser Affenhitze!