Montag, 24. Januar 2011
Das magische Wort ENDE
Heute habe ich es getippt. Das Wort, auf das man als Autorin hinarbeitet, wenn man den ersten Satz eines neuen Manuskripts in die Tastatur tippt. Das Wort, das einem stets vor Augen ist, zwischendurch unerreichbar scheint. Gut acht Monate hat es diesmal gedauert, bis es soweit war, acht Monate Lust und Leid, Widerwille und Freude, Qual und Glück. Acht Monate lang habe ich mit meinen Figuren gelebt, quasi in einem Paralleluniversum, das mich nie ganz losgelassen hat. Gehadert habe ich, gekämpft, mich gezwungen. Gelegentlich fast aufgegeben. Dank Marion habe ich mich durchgebissen. Jetzt ist die Rohfassung fertig. Und ich frage mich: ist es gut geworden? Wie wird es ankommen? Wird es gefallen? Die tiefsten Täler des Zweifelns liegen noch vor mir, das weiß ich mittlerweile aus Erfahrung, aber es ist jedes Mal wieder schwer und schrecklich und aufregend, bis das erste Feedback von den Leserinnen und Lesern kommt und mit ihm natürlich auch die Kritik. Schon jetzt weiß ich, dass sie mich wieder treffen wird, denn welche Mutter würde es nicht nicht stören, wenn jemand ihr Kind kritisiert? Ich versuche, mich darauf einzustellen. Nein, jetzt denke ich gar nicht soweit! Nicht heute! Nicht an diesem herrlichen Tag, an dem ich das magische Wort ENDE unter 573 Seiten getippt habe. Alles wird gut, na klar!!!!